Amok Bikes & Bergabfahrrad
Die Feierabendrunde mit dem Neuen
Donnerstag, den 31. Mai 2012 um 08:42 Uhr

Da stand es nun seit fast 2 Wochen fertig aufgebaut im Keller und der Terminplaner hatte kein Mitleid mit dem armen Geschöpf: Nicolai Helius AC.

Das Helius tritt in große Fußstapfen, nämlich des Argon FR, was mir über 3 Jahre lang gute Dienste geleistet hat. Dafür einen Nachfolger zu finden fiel am Anfang schwer: leicht, verspielt und antriebsneutral sollte es sein.

 



Auf den ersten paar Meter auf dem Singletrail Richtung Winterstein bekam ich schon ein fettes Grinsen, es geht voran. Der Hinterbau mit dem straff abgestimmten Fox RP23 schluckt alle Unebenheiten und bleibt dabei noch gut zu beschleunigen. Bauchschmerzen machte mir am Anfang noch etwas die 1x9 Schaltung, da ich als eingefleischter Rohloff Fan die Kettenschaltung eher meide. Aber leicht und Rohloff widerspricht sich leider und somit mußte ich notgetrungen auf Kettengerassel zurückgreifen. Die Übersetzung mit 32 zu 11-34 Zähne ist ausreichend für die Trails im Vordertaunus, leider schützt der originale Nicolai Schutz zwar die Kettenstrebe, ist aber verdammt laut bei der Abfahrt.

 

 

Erstes Fazit: Verspielte Trailrakete für die Ausfahrten im Vordertaunus. Suchtgefahr!

Die genaue Teileliste gibt es HIER

 

 

 

 
Neue Saison, neues Spielzeug
Donnerstag, den 05. April 2012 um 08:08 Uhr

Alles begann mal wieder mit einer verrückten Idee: ein leichtes Bike für schöne und endlose Singletrails muß her. Eigentlich habe ich dafür mein Argon FR aufgebaut, allerdings schon 3,5 Jahre her. Also Zeit für etwas Neues.

Die Wahl bei der Marke fiel natürlich nicht schwer, wenn man die Übersicht meiner Bikes ansieht, und das Helius AC hatte ich schon lange im Sinn. Gewichtsmäßig soll das neue Spaßgerät auf ca. 13kg kommen und bei der Farbe bin ich auch eher konservativ, daher schwarz mit goldenen Teilen.

Nicolai hat mittlerweile einen genialen Farbconfigurator, zu finden auf der Nicolai Homepage. Damit kann man vorab mit den unzählichen Farbkombis spielen. Leider zeigt das Bild ein Helius AM, obwohl mein AC mit der extra bestellten "AM-Dämpferaufnahme" ähnlich aussehen wird.

Bei den Teilen vertraue ich größtenteils auf Bewährtes, jedoch werde ich mal versuchen ob ich mit einer 1x9 fach Schaltung auskommen werde. Umwerfer oder Hammerschmidt kann ich immer noch nachrüsten.








Rahmen & Fahrwerk


Bremsen

 



Rahmen

Nicolai Helius AC


Bremshebel

Magura Marta SL oder Hope Mini



Dämpfer

Fox RP23


Bremsen

Magura Louise oder Hope M4


Gabel Rock Shox Sektor RL
Leitungen

Magura oder Hope














Antrieb

 


Laufräder

 


Schalthebel

Shimano Deore XT


Nabe vorne

DT Swiss


Umwerfer

 


Felge vorne

DT Swiss E540


Schaltwerk

Shimano Saint Shortcage


Nabe hinten

DT Swiss


Schaltzüge

Shimano


Felge hinten

DT Swiss E540


Kettenführung

Superstar components


Speichen

DT Swiss


Kurbeln
Race Face Deus
Reifen vorne

Schwalbe Fat Albert


Innenlager

Race Face Diabolus


Reifen hinten

Schwalbe Fat Albert


Kettenblatt

KCNC, 32 Zähne



 


Pedale

Shimano XTR



 














Lenkzone

 


Sitzzone

 


Lenker

Answer


Sattel

Selle Italia Flite


Vorbau

Hope FR


Sattelstütze

Thomson Elite oder Gravity Dropper


Griffe

ODI


Sattelklemme

Tune Würger


Steuersatz

Reset Konan



 














Sonstiges

Dämpferaufnahme vom
Helius AM


Gewicht

Hoffenlich 13 Kilo :-)







 



 






 
Winter in Finnland
Mittwoch, den 08. Februar 2012 um 12:16 Uhr

 

Schon Tage vor unserer Anreise war uns Eines klar:  es wird sehr kalt werden. In der Wettervorhersage sprach man von um die -35 Grad, was fuer uns Mitteleuropäer kaum vorstellbar ist, obwohl wir ja auch in Deutschland von der gleichen Kältewelle heimgesucht wurden.

In Helsinki angekommen zeigte uns das Thermometer bereits  -32,9 Grad an, Tendenz eher fallend.  Allerdings nach 260km nördlicher Fahrt Richtung Parkano wurde es allerdings immer wärmer, nur noch um die -13 Grad, was fuer die Finnen dann eher Bikiniwetter bedeutet. Schade, eigentlich wollte ich mal schauen wie es sich bei um die -30 Grad auf dem Bike anfuehlt. Naja, somit musste ich mich wenigstens nicht so dick anziehen.


 

Rund um Parkano gibt es jede Menge kleine Wanderpfade, die ich bestens aus dem Sommer kenne, aber anscheinend im Winter auch rege genutzt werden.

 

Also Sattel vom Pirate Billy Bones auf Mittelstellung und auf gehts in den Wald.

 

Die Pfade sind schon im Sommer nicht gerade einfach zu fahren, da es an manchen Stellen ziemlich eng wird, im Winter gestaltet sich das noch eine Stufe schwieriger, da man nur ca. 30cm festen Schnee auf dem Pfad hat. Abseits sacken die Räder dann mal schnell ab und man macht einen Salto ins Unterholz.

 


Auf jeden Fall freue ich mich schon auf unseren 4 wöchigen Urlaub im Sommer, denn die Pfade und Trails, besonderst mein Lieblingstrail beim Waldmuseum der am Ufer eines Sees sich langschlängelt, sind wunderschön!

 

 
Wo alles begann...
Donnerstag, den 15. März 2012 um 16:56 Uhr

Lange habe ich meinen Neffen wegen einer gemeinsamen Biketour in Echzell vertröstet, bis es dann endlich zeitlich bei mir geklappt hat. Der Ort des Geschehens sollte mich ebenfalls um fast 20 Jahre zurückversetzen, dort wo meine Anfänge von den ersten Ausfahrten mit dem Mountainbike begannen. Viele Singletrails gab es dort im Wald leider noch nie, bis auf einen ca. 1,5 km langen Pfad, der sich die ganze Zeit entlang des Waldrands schlängelte, durch einen alten kleinen Steinbruch, bis hin zu einer Jagdhütte. Genau Diesen wollte ich meinem Neffen Jan Torben zeigen.

Leider wurden wir schon bei den ersten Metern auf dem Singletrail bitter enttäuscht: überall liegen Bäume kreuz und quer, Spuren wie von einem Panzer und zugewachsen von Dornenbüschen.

 

Vor gut 10 Jahren, bei meiner letzten Ausfahrt, war dort die Welt noch in Ordnung. Also kämpften wir uns durch und fanden die letzten 400m von den Trail noch in seiner alten Form vor. Sogar der kleine Sprung war noch da...

 

Obligatorisches Gruppenfoto ;-)

 

Jan Torben mit seinem 2Danger Bike

 

 
Nicolai M-Pire ST oder "Wieviel Maschinenbau verträgt ein Bike" ?
Donnerstag, den 19. Januar 2012 um 14:21 Uhr

Klar, ein Nicolai ist immer Geschmackssache, so wie alles im Leben, aber selten unterscheiden sich die Meinungen so stark wie beim Nicolai M-Pire ST.



Erst einmal zu den Fakten: Das Licht der Welt erblickte das M-Pire im Jahre 2004.

Zitat aus dem Nicolai Katalog 2004: "Gerade aus dem Ei geschlüft und schon ein gefährliches Monster der höchsten Federwegsklasse. Das M-Pire ST ist ein World Cup - DH Rahmen, der in Zusammenarbeit mit dem KRC-Nicolai-Team entwickelt wurde und für den Einsatz von Kettenschaltungen optimiert wurde. Die am Computer entwickelte Rising Rate Suspension, welche einen Federweg von 180 - 220mm am Hinterrad ermöglichen, sowie der lange Radstand und ein tiefer Schwerpunkt geben dem M-Pire ST alle Voraussetzungen für High-Speed Downhillstrecken mit auf den Weg.  ....."

Zugegeben, alleine die Fakten schrecken heutzutage die meisten Leute schon ab: 100mm Innenlagerbreite, 165mm Hinterbau, Gesamtgewicht ab 18,5 kg (mit normalen Teilen eher Richtung 20 kg), jede Menge Verstärkungen, eine Umlenkung, die die Meisten auch nicht auf den zweiten Blick verstehen usw.  Was macht also diese Bike so besonderst ist die große Frage? Ganz einfach, es gehört zu Nicolai einfach dazu, die Anfänge im World Cup, ständige Verbesserungen in die laufende Produktion, bis hin zu einem ausgereiften Race Bike dieser Zeit.

Quelle: Nicolai Katalog 2007 www.nicolai.net

 

2008 wurde es dann vom ION ST abgelöst, dessen Vorteile gegenüber dem M-Pire liegen auf der Hand: Viergelenker, geringeres Gewicht, steilerer Lenkwinkel, 83mm Innenlagerbreite, 150mm Hinterbau, dadurch mehr Fußfreiheit.

Ist es noch zeitgemäß? Ein klares JA! So wie jeder Topf seinen Deckel findet, sucht auch das M-Pire nach seinem passenden Fahrer. Das M-Pire ist schluckfreundig und verzeiht selbst größere Fahrfehler ohne aus der Ruhe zu kommen. Um nach 1/100 Sekunden heute im Worldcup zu jagen ist es vielleicht nicht das Richtige, aber für Hobbyfahrer, denen das Gewicht zweitrangig ist und einen treuen Weggefährten für ein paar Jahre suchen, ist es DAS BIKE!

 

 
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